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Der Westen Kanadas PDF Drucken
07.01.2006

Die Rocky Mountains in British Columbia und Alberta.
Ein Naturerlebnis in den Nationalparks von Jasper, Banff, Yoho, Glacier und Mt. Revelstoke.
Die Reise beginnt ©
Mount Robson Park ©



Jeder der von Kanada schwärmt meint fast immer British Columbia und Alberta mit ihren Traumlandschaften in den Rocky Mountains. Erst Ende 1881 durch den Bau der Canadian Pazific Railway, der Eisenbahnlinie, kamen die Siedler in den Westen und sahen diese einzigartige Natur.




Reiseroute, Start und Ziel in Seattle ©
Reiseroute, Start und Ziel in Seattle

 
Seattle, USA © Unsere Reise beginnt in Seattle, USA, Washington etwa 1,5 Autostunden von Vancouver an der Pazifikküste.
„Smaragd-Stadt“ nennen die Einwohner ihr Seattle, den sie liegt zwischen dem grün schimmernden salzigen Pazifikwasser und dem Süßwasser des Lake Washington. 

Umgeben von schneebedeckten Bergen der Olympic-Mountains im Südwesten und den Cascade-Spitzen im Osten, hat die 3 Mio.-Stadt ein reichhaltiges Angebot an Wassersport, Wandern und Skifahren.
Wahrzeichen der Stadt ist die 183m hohe „Space Needle“, eine stählerne Turmkonstruktion mit einem Dreh-Restaurant an der Spitze. Zur Weltausstellung von 1962 gebaut.
1980 gründete Bill Gates die Fa. Microsoft in Seattle und Boeing baut hier seine Flugzeuge.

Von den drei Großstädten West-Kanadas ist Vancouver mit Sicherheit die beeindruckenste. Auf einer Halbinsel zwischen Fluß und Fjord vor der spektakulären Kulisse der oft schneebedeckten Gipfel der Coast Mountains schimmert die Skyline aus Stahl und Glas.Skyline Vancouver ©
Meer und Berge bestimmen das Wetter in Vancouver. 160 Regentage im Jahr bedeuten auch 205 Tage ohne Regen.
In weniger als 100 Jahren entwickelte sich Vancouver zur drittgrößten Stadt Kanadas. Mehr als 1,7 Mio. Menschen leben heute hier und im Umland.
Die Segelsilhouette des Canada Place, zeltartiges Kunststoffdach, erbaut 1986 zur EXPO, heute Kreuzfahrt-Terminal und Promenade, liegen im Zenrum am Hafen. 
Weiter im Osten liegt der Harbour Centre-Tower mit Drehrestaurant.
Gas Town, Steam Clock © Gastown, der älteste Teil von Vancouver, beginnt unmittelbar beim Hafen. Liebevoll restaurierte Backsteingebäude der viktorianischen Epoche und an der Ecke Cambie- und Water Street pfeift die vom städtischen Dampfnetz betriebene Steam Clock, stündlich eine Melodie.

Indianische Schnitzkunst findet man überall in den Geschäften. Schnitzen von Figuren aus Speckstein hat bei den „INUIT“ (Eskimos) eine lange Tradition.
Nächstes Ziel ist der Stanley Park, eine Halbinsel mit verschied. Aussichtspunkten und einer Gruppe von Originalen Totempfähle.
Ausblicke auf den Grouse Mountain und der Lion Gate Bridge. Hier liegt auch das Vancouver Aquarium und viele herrliche Parks zum Wandern.
An diesem Wochenende veranstalten die Squamish-Indianer eines ihrer Tanzfeste. Wir nutzten die Gelegenheit einmal so ein Fest der Indianer zu besuchen.

Kinney Lake ©
Weiter geht unsere Fahrt. Der Weg über die Berge auf dem Hwy. 99 am Meer entlang nach Squamish, der Stadt der Holzfäller.
Ein Abstecher zu den Shannon Falls. Vorbei an Whistler, der Super-Skistation, sehr ruhig im Sommer, außer einigen Radfahrern.
Über einen Pass führt die Strasse durch stille Bergwälder und im Duffey Lake spiegeln sich die Coast Mountains.

Wapiti CG, Jasper ©
Weiter nach Cache Creek und Kamloops (Lake) zu unserem ersten Campground. Kammloops das Zentrum der Rinder-Ranches und der Obst- u. Gemüsebauern.
Am Thompson River nordwärts auf dem Hwy. 5, ca. 350 km, zum Mount Robson, 3954 m hoch. Abzweigung bei dem Dorf Tete Juane Cache = Yellow Head, auf dem Hwy 16.

Maligne Lake ©
Am Mount Robson Provincial Park erhebt sich die Eis- und Felspyramide des Mount Robson.
Wir machen eine Wanderung zum Kinney Lake, ca. 7 km, ein Weg.

Maligne Lake, Spirit Island © Auf dem Weg in den Jasper Natl. Park mit der Ortschaft Jasper. Sehr wildreich, Hirsche mit kapitalem Geweih und Hirschkühe die zwischen den Stellplätzen der Camper grasen.

Die Mount Edith Cavell Road von Hwy 93 A in 14 engen Kurven hinauf zum 3365m hohen Steilwand des Mt. Edith Cavell mit dem Angel Glacier und Carell Lake, grünliches Wasser.
Eine geheimnisvolle Höhle am Fuß des Gletschers.

Morgens nach dem Frühstück von Jasper aus, ca 50 km, zum Maligne Lake.
Vor Abfahrt des Schiffes machen wir eine Wanderung auf die 2170 m hohen Bald Hill Mountains.
Athabasca Falls © Ein schöner Ausblick auf den See. Rückmarsch und eine geführte 1.5 Std. Bootstour. Der größte See in den Kanadischen Rockys ( 22km Länge)
Wir haben die Zeitverschiebung zwischen Alberta und Brit. Columbia nicht bedacht und kommen fast zu spät. Wir fahren zum Spirit Island, dem nach Lake Louise wohl bekanntesten Fotomotiv der Kanadischen Rockys. Schon tutet das Boot und mahnt zur Rückfahrt. (Paddler brauchen für die 28 km lange Wegstrecke ca. sechs Stunden)

Anschließend durchwandern wir noch den Maligne-Canyon, in ca. 2 Std. ist diese ca. 50 m Tiefe und nur wenige Meter breite Schlucht zu erkunden. Sechs Brücken ermöglichen spektakuläre Blicke in die Tiefe.

Columbia Icefield ©
Das Tal des Sunwapta River, “Watch for Sheep on Road”, warnen Schilder vor Bighorn-Schafen. 
Am Anfang des Hwy 93 A donnern die Athabasca Falls vor der Kulisse des Mt. Kerkelin über eine 12m hohe Stufe aus hartem Gestein in einen kurzen Canyon.
Peyto Lake Overlook, ein Schmelzwasser See mit grünblauer Farbe. Feinstes Gesteinsmehl aus den Gletschern.
Peyto Lake © Mistaya River, Waterfowl Lake, Sunwapta Pass 2035m und Bow Summit 2068m.
Die Grenze zwischen Jasper und Banff Natl. Park
Einer der Höhepunkte am Icefield Parkway ist das Columbia Icefield. Mehr als zehn Meter Schneefall/Jahr speisen den ca. 3000m hoch gelegenen und bis zu 360m  dicken Eispanzer über der kontinentalen Wasserscheide.
Die Schmelzwasser fließen über den Columbia River in den Pazifik. Es führt ein Weg über die Geröllhalde zum schmutziggrauen Ende des Gletschers.

Chateau Lake Louise ©Moraine Lake ©

Snow Coach Touren mit riesigen Trucks fahren sie auf den Gletscher.
Der Icefield Parkway (Hwy 93) ist eine der schönsten Bergstrassen der Welt und Kanadas berühmteste Panoramaroute.
Mehr als 1000 Gletscher, türkisblaue Seen, rauschende Wasserfälle und wildgezackte Gipfel. 230 spektakuläre Gipfel zwischen Jasper und Lake Louise.

Johnson Canyon, eine sehenswerte Wanderung von ca. 2,5 Km. Eine ähnliche Schlucht, mit Brücken und Höhlen, findet man auch bei uns in der Nähe von Oberstdorf im Kleinwalsertal.

Plain of Six Glaciers Trail © Lake Louise vom Little Beehive ©
Lake Louise – Juwel der Rockys, schönster See, Perle der Natl. Parks. Der meist besuchte See in den Rockys. Chateau Lake Louise, mit ca. 600 Betten ein riesiges Hotel.
Der Wanderweg „ Plain of Six Glaciers Trail“ bis zum Viktoria-Gletscher.
Der Weg endet nach 450 Höhenmeter mit Aussicht in eine vergletscherte Schlucht zwischen Mt. Viktoria und Mt. Lefroy (ca. 6 Std.) Der Rückweg über Lake Agnes, ein Hochtal 360m über dem See. Ein imposanter Blick vom Little Beehive ins Tal des Bow Rivers zum Lake Louise.


Takakkaw Fall, Yoho Park ©
Auf keinen Fall darf man am „Moraine Lake“ vorbeifahren. Im Tal der zehn Gipfel am Ende der Morain Lake Road. Das spektakuläre Panorama über den See vom Rockpile Trail, ein Felssturz, ein natürlicher Staudamm, verschließt den Talkessel.

Banff – Im Sommer von 6000 Einw. bis auf 35.000 Einw.
Die Vorliebe der Japaner für Banff ist nicht zu übersehen. Banff Spring Hotel – Wasser der heißen Quellen eine 2 km lange Leitung zum Hotel.
Von Lake Louise über den Kicking Horse Pass in den Yoho Natl. Park. Nach Golden und nach Revelstoke.
Wapiti-Hirsch ©
Im Yoho Park gleich hinter Field, zweigt die Strasse  in ein Seitental zu den Takakkaw-Wasserfall, 254m hoch, und zum Emerald Lake ab.
Eine sehenswerte Naturbrücke im Kicking Horse River nach ca. 1,5 km. Die Strasse endet am Emerald Lake. Rund um den See führt ein 5,5 km langer Spazierweg.

Eva Lake, Mt. Revelstoke
Weiter geht es über den Rogers Pass, wieder Zeitzonenwechsel, zum Glacier Natl. Park. Wir machen eine Wanderung in einem Seitental der Selkirk Mountains. Ca. 8 km fuhrt der Weg in die Berge, vorbei an kleinen Wasserfällen und endet dann auf einer großen Felsplatte unterhalb eines Gipfels. Mit wunderschönem Ausblick werden wir belohnt.

Am nächsten Tag packen wir unser Zelt zusammen und fahren nach Revelstoke. Das Städtchen am Columbia River wurde 1914 gegründet. Heute ein wichtiger Eisenbahn –Knotenpunkt.

Ghost Town, Sandon ©
Über eine 26km lange Bergstrasse fahren wir auf den Mt. Revelstoke und erreichen ein einzigartiges Naturschutzgebiet. Über hundert verschied. Wildblumenarten. Zahlreiche Wanderwege erschließen die Gipfelregion und wir machen uns auf den Weg zum Eva Lake. Cedar- und Hemmlocktannen sind hier zu finden.

Weiter geht unsere Fahrt auf dem Hwy. 23 dann Richtung Süden. Mit einer kostenlosen Fähre geht es über den Columbia River und weiter nach Naskup.

Osoyoos Lake ©
Von New Denver nach Sandon, heute eine Geisterstadt, früher mit 5000 Einwohnern, 2 Eisenbahnlinien, 24 Hotels und einem Opernhaus.
Ein kleines Museum erinnert an die glanzvollen Zeiten.

Über Nelson, Castlegar und Grand Forks kommen wir nach Osoyoos. Die Gegend ist sehr warm und trocken. Hier ist herrlichstes Badewetter mit ca. 30 Grad und der Osoyoos Lake ist wunderbar zum Baden.
Bayerisches Dorf, Leavenworth ©
Das Zelt direkt am Wasser und die Wärme, erinnern an Italien. Riesige Obstplantagen und Weinfelder mit Winzereien.Im „Amerikanischen Wüstengürtel“ der von Mexiko bis nach Kanada reicht.

Auf dem Hwy 97 entlang des Okanangan Rivers fahren wir dann wieder zurück nach Seattle. Ein kurzer Besuch in Leavenworth, dem „Bayerischen Dorf“ in Amerika, dann geht es noch ca. 200 km durch die Berge nach Seattle. Auf dem Rückflug ©


Wieder im Motel in der Nähe des Flughafens in Seattle wird unser Gepäck verstaut und umgepackt und es geht am nächsten Morgen zum Terminal und wir fliegen wieder zurück über Atlanta nach Stuttgart.  

Weitere Bilder können sie in der Bildergalerie "der Westen Kanadas"
bestaunen und erleben.


Über diese Tour bieten wir auch einen Dia-Live-Vortrag an. Siehe Rubrik "Diashow".
 
 
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